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Kulinarische Zeitreisen in Salzburg (german)

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 Press Release (RTF)
Kulinarische Zeitreisen in Salzburg
   …zu Tisch bei den Mozarts

Zum 250. Geburtstag lässt Salzburg „sein Wolferl“ nicht nur kulturell hochleben, auch kulinarisch mozartelt es allerorten. Vom Charme der Altstadt verführt, folgt man dem berühmtem Sohn gerne auch lukullisch in die Vergangenheit. Eine kulinarische Stadtführung, historische Menüs oder zart schmelzende Venusbrüstchen bereiten - um bei Mozart zu bleiben - „in der that sehr viel Vergnügen“…

Wallerschüssel, Krebsensemmel, Wachtel im Schlafrock mit Apfelrotkraut und Maurachen, dazu der in „Don Giovanni“ besungene Trientiner Wein Marzemino und alsDessert einen Alt-Salzburger Schmankerlteller mit Mokka. Das Menü „Die Küche eines Fürsterzbischhofs zu Mozarts Zeiten“ (€ 67.-) bittet ins Speisezimmer der Mozarts, ohne das orgiastische Feudaltheater der damaligen Zeit, wo aus Pasteten kletternde Liliputaner nicht selten besser unterhielten, als große Musik. Natürlich überlässt ein Traditionshaus wie dem 5-Sterne Hotel „Goldener Hirsch“ (1407) ein historisches Menü nicht dem Zufall. Bereits vor Jahren hat Direktor Pöcklhofer dafür eigens das rare „Salzburger Kochbuch“ von 1719 aufgespürt und den anerkannten Mozart-Biografen Wolfgang Hildesheimer zu Rate gezogen. Maurachen sind heutzutage übrigens als Morcheln bekannt…
Gut gesättigt könnte man die Ausstellung VIVA! Mozart nun in wenigen Minuten zu Fuß erreichen. Der kulinarisch Zeitreisende allerdings braucht länger. Abgesehen davon, dass Mozarts Geburtshaus mit der spacigen Ausstellung von Robert Wilson am Weg liegt, ist die Konditorei Fürst am Alten Markt einfach ein Muss. Genau hier hat Paul Fürst 1890 sein „Mozartbonbon“ kreiert und damit eine Kugel ins Rollen gebracht hat, deren Kopien um die Welt rollen, die als silberfarbenes Original aber ausschließlich in den vier „fürstlichen Filialen“ Salzburgs zu haben ist.

Das wahrscheinlich älteste Caféhaus der Welt

Mit zarten 115 Lebensjahren ist aber selbst die Original Mozartkugel zu jung, um dem Genius auf der Zunge zergangen zu sein. Die Billardkugeln der gegenüberliegenden „Staigerische Caffetterie“ hingegen, waren ihm bestens vertraut. Unter dem Namen Café Tomaselli lädt dieses erste Caféhaus der Alpenrepublik (1705) noch heute zur Melange und wird in manchen Quellen gar als das älteste Caféhaus der Welt bezeichnet. Das Flair von drei Jahrhunderten schwingt zwischen den holzgetäfelten Wänden im Erdgeschoß, während Kuchenmädchen mit verführerischem Backwerk von Marmortisch zu Marmortisch wuseln. Wie schön!
Ein temporäres Revival der „Staigerische Caffetterie“ findet sich als Café Staiger in der Sonderausstellung Viva! Mozart. Hier lässt sich „ein Becherl Schokolate mit Zimmet“ ebenso verkosten, wie eine „Suppen mit Knödlein vom guten Speck“. Auch die Mandelmilch schmeckt köstlich.

Delikate Brüstchen

Wer kulinarisch auf den Spuren Mozarts wandelt, kommt an dem heimeligen kleinen Bistro „Scio’s Specereyen“ in der Sigmund-Haffnergasse nicht vorbei. Gleich drei Originale sind hier zu finden: Der Nachfolgebetrieb von Mozarts Hauswirt, Freund und Spezereywarenhändler Lorenz Hagenauer, bis vor kurzen noch in dessen Geburtshaus beheimatet; Gastgeber Ludwig Rigaud, dessen Familie den 4. Stock des Geburtshauses noch heute bewohnt und seine Pralinenkreation mit dem pikanten Namen Venusbrüstchen (2 Stück € 3,80 / 6 Stück € 11.30). Laut Mozartforscher Prof. Rudolf Angermüller soll Antonio Salieri die Urmutter dieses Venusbrüstchens (frei nach „Capezzoli di Venere“) in Form einer Mehlspeise schon zu Mozarts Zeiten genossen haben. Genau diese Mehlspeise bietet Rigaud, zeitgemäß aufgefrischt, im Mozartjahr zusätzlich zu seiner Praline an (Stück € 3,80) – fein zu Kaffee, noch feiner im kontrastreichen Duett mit „Weinecco“, dem fruchtig-spritzigen Uhudlersekt vom burgenländischen Weingut Weinek. Herzhaftes wie Mozarts geliebte Sauerkrautsuppe mit Bratwurst gibt es bei Scio’s Specereyen übrigens auch.

Blaue Gans und Limonisuppe

Hofviolinist Paul Hutterer hat in der „Blauen Gans“ logiert, ebenso der damalige Hofmusicus, der Hofcastrat und zahlreiche andere Freunde der Mozarts. Die dicken Mauern von Salzburgs ältestem Wirtshaus (damals „Täublhaus“) allerdings, haben in den mehr als 650 Jahren ihres Bestandes ungleich mehr erlebt und so beherbergt die „Blaue Gans“ heute mit der Gelassenheit eines Weisen das erste arthotel der Stadt. Und weil man hier die Vergangenheit zwar liebt, aber mit Freude in der Gegenwart lebt, findet der Gast erst durch genaues Hinsehen zu Mozarts Tisch. „art.menue 56/06“ heißt das Schlüsselwort.
Kulinarisch Zeitreisenden, die ihresgleichen suchen oder Salzburg mit vielen Freunden erobern möchten, sei „Johann Wolfgang Mozarts Wirtshaustour“ empfohlen, ein vierstündiges Menü über fünf kulinarische Stationen (15-30 Pers.). Geleitet von einem versierten Fremdenführer, kommt man so u.a. in den Genuss von „Limonisuppe“ beim Zirkelwirt, „Brust von gebratenem Capaun“ im St. Peter oder dem „Auflauff von Kaffee“ im Sternbräu – alles gewürzt mit interessanten kulturgeschichtlichen Happen.
Und was hätte Mozart zu den kulinarischen Zeitreisen gesagt? An guten Tagen vielleicht: „Tausend Complimenten. Endlich etwas Gescheüdes. Wohl bekomm’s.“

EXTRA:

Unterhaltsame Kost für Zuhause

Grundlage für viele in Salzburg offerierten Mozartgerichte ist das kürzlich erschienene Geschichts- und Kochbuch „Zu Gast bei Mozart“. Mit Witz und Wissen zeichnet Eva Gesine Baur darin ebenso reizvolle wie ungeschminkt-realistische Facetten aus Mozarts (Genuss-) Leben. Zahlreiche Briefzitate lassen anschaulich an den Tafelfreuden und -leiden der Mozarts teilhaben. Außerdem lassen sich die 67 appetitlich bebilderten Rezepte prima nachkochen. Rieslingcremesuppe mit Hechtnockerln, Fasan im Speckmantel oder Mandelkoch mit frischen Erdbeeren schmecken heute wie damals.
“Zu Gast bei Mozart“, Collection Rolf Heyne, 240 Seiten, ISBN 3-89910-220-7, € 39.-


ADRESSEN:

Hotel Goldener Hirsch, Getreidegasse 37, 5020 Salzburg, Tel: +43 (0)662 / 80 84-0, Fax: +43 (0)662 / 84 33 49, e-mail: welcome@goldenerhirsch.com, www.goldenerhirsch.com

Konditorei Fürst (Original Mozartkugel), Stammhaus: Alter Markt / Brodgasse 13, 5020 Salzburg, Tel. +43 (0)662-84 37 59-0, Fax: +43 (0)662 / 84 37 59-12, e-mail: cafe@fuerst.cc, www.original-mozartkugel.com, Filialen am Mirabellplatz, in der Getreidegasse und am Ritzerbogen.

Café Tomaselli, Alter Markt 9, 5020 Salzburg, Tel: +43 (0)662 / 84 44 88-0, Fax: +43 (0)662 / 84 44 88 13, Öffnungszeiten: 7-21 Uhr, Sonntag und Feiertag: 8-21 Uhr

Scio’s Specereyen, Sigmund Haffnergasse 16, 5020 Salzburg,
Tel.: +43 (0)662 / 84 16 38, Fax: 84 26 55; e-mail: info@venusbruestchen.at, www.venusbruestchen.at, Öffnungszeiten: Di-Sa 10-20 Uhr. 

arthotel Blaue Gans, Getreidegasse 41-43, 5020 Salzburg, Tel.: +43 (0)662 / 84 24 91 0, Fax: 84 13 17-9, e-mail: office@blauegans.at, www.blauegans.at

Salzburg Guide Service (Wirtshaustour), Getreidegasse 31, 5020 Salzburg, Tel. +43 (0)662 / 84 04 06, Fax 84 54 70, e-mail: info@salzburg-guide.at, www.salzburg-guide.at, (Führung insgesamt € 199.- / Menü p.P. € 29,00 ohne Getränke).

VIVA! MOZART (Sonderausstellung mit Café Staiger), Neue Residenz, Mozartplatz 1, 5020 Salzburg, Tel. +43 (0)662 /620 808-777, Fax +43 (0)662 / 620 808-770, e-mail: vivamozart@smca.at, www.vivamozart.at


INFORMATIONEN

Amadeus-Package im Hotel „Goldener Hirsch“: 2 Übernachtungen im Classic-Doppelzimmer inkl. Frühstücksbüffet, süßem Gruß am Zimmer, Eintrittskarten für die Ausstellung Viva! Mozart und 4-gängigem Menü „Die Küche eines Fürsterzbischhofs zu Mozarts Zeiten“
Preis pro Person im DZ: € 321,- (Aufpreis für die nächst höhere Zimmerkategorie p.P.: € 40,- / gültig außerhalb der Festspielzeiten.

Mozart-Package im arthotel Blaue Gans: 2 Übernachtungen im Doppelzimmer "art.30" mit Frühstücksbüffet, Garagenplatz, Eintrittskarten für die Ausstellung in Mozarts Geburtshaus, Mozart-CD und 4-gängigem art.menu "56/06", gratis Internetnutzung
Preis pro Person im DZ: € 249,– (Aufpreis für die 115 m2 Suite p.P.: € 150,-)

Mozart im Grünen: Nur 800m von der Altstadt entfernt, hat auch das klassisch elegante 4-Sterne Parkhotel Castellani ein Mozart-Package geschnürt: 2 Übernachtungen im Deluxe Zimmer, Eintrittskarten für Mozarts Geburtshaus, 3-gängiges Mozartmenü im Restaurant Salieri, Mozartkugeln, Benutzung von Dampfbad, Solarium und Fitness.
Preis pro Person im DZ: € 163,- (Einzelzimmer € 229,-)
Castellani Parkhotel Salzburg, Alpenstraße 6, 5020 Salzburg,
Tel. +43 (0)662-2060-0, Fax: +43 (0)662-2060-555, e-mail: info@castellani-parkhotel.com, www.castellani-parkhotel.com

Salzburg Card: guter Reisebegleiter vor Ort. Kostenloser Eintritt zu den meisten Sehenswürdigkeiten und zahlreiche Ermäßigungen. Inbegriffen ist außerdem die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel einschließlich Festungsbahn und Salzachschifffahrt.
24 Stunden je nach Saison €19,- / € 22,-, 48 Stunden € 26,- / € 29,- oder 72 Stunden € 32,- / € 34,-.
E-mail: cards@salzburg.info, www.salzburg.info/angebote

Salzburg-Card-Package „Best of Mozart“: Zwei Übernachtungen in einem Vier-Sterne-Hotel inklusive Frühstücksbuffet, „24 Stunden Salzburg Card“, eine Karte für das Sonderkonzert "Best of Mozart" und Eintritt in die Sonderausstellung "Viva!Mozart"
(pro Pers. ab € 150,- DZ, bzw. ab € 170,- EZ.)
E-mail: cards@salzburg.info, http://www.salzburg.info/angebote_3364.htm


ANREISETIPP:

Guten Flug! Mit etwas Glück verbindet Tuifly Köln-Bonn, Hannover, Berlin und Hamburg zu supergünstigen Flugpreisen bis zu fünfmal pro Woche mit der Mozartstadt. Insider können die günstigsten Flugtickets jeden Dienstag ab 18 Uhr (bis Mittwoch 24 Uhr) im Internet (www.hlx.com) ordern. (Eine Strecke, inkl. Steuern ab € 19,99)
Flüge nach Salzburg: http://www.salzburg.info/praktisches_fliegenaufsalzburg.htm



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